Vermögenslage

VERMÖGENS- UND
ERTRAGSLAGE

Vermögenslage

Verdichtet ergibt sich aus den bilanziellen Aktiva und Passiva zum Jahresende folgende konsolidierte Vermögens- und Kapitalstruktur der Wohnbau-Gruppe:

  31.12.2025   31.12.2024   Veränderung  
  T€ % T€ % T€ %
Vermögen            
Immobilien 2.271.695 87,8 2.226.890 89,0 44.805 2,0
Anlagen im Bau, Kaufvorleistungen 87.354 3,4 57.430 2,3 29.924 52,1
Mobilien, Software 2.087 0,1 1.941 0,1 146 7,5
Finanzanlagen 121.386 4,7 114.734 4,6 6.652 5,8
Kurzfristige Aktiva 103.723 4,0 99.857 4,0 3.866 3,9
  2.586.245 100,0 2.500.852 100,0 85.393 3,4
             
Kapital            
EK ohne Bilanzgewinn 837.354 32,4 804.904 32,2 32.818 4,1
Bilanzgewinn 51.283 2,0 50.242 2,0 1.041 2,1
Fremdmittel für Investitionen 1.513.473 58,5 1.470.544 58,8 42.929 2,9
Sonst. langfr. Fremdmittel 91.201 3,5 84.736 3,4 6.465 7,6
Kurzfristige Passiva 92.566 3,6 90.426 3,6 2.140 2,4
  2.586.245 100,0 2.500.852 100,0 85.393 3,4

 

Das bilanzierte Gesamtvermögen der Gesellschaften wuchs im Geschäftsjahr 2025 um 3,4 %, bzw. um gut 85 Mio. € auf knapp 2,59 Mrd. € an.

Innerhalb der Aktiva erhöhten sich die Buchwerte der Immobilien um 44,8 Mio. €. Die Zugänge des Geschäftsjahres resultieren aus fertiggestellten Neu- und Ausbauten in Bonn, Köln und Düsseldorf sowie aus umfangreichen Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen zur Erweiterung und Verbesserung des Wohnportfolios. Hierin werden weiterhin noch unfertige Baufelder einer größeren, bereits in Teilbetrieb überführten Wohnanlage in Bonn-Endenich erfasst. In den Anzahlungen für Bauprojekte weisen wir (weit vorangeschrittene) Neuobjekte in Düsseldorf, Köln und Nürnberg mit 87,4 Mio. € aus. Bei den Finanzanlagen handelt es sich insbesondere um eine langfristige, verzinsliche Kapitalanlage (121,3 Mio. €; Vj. 114,6 Mio. €), deren Wert sich durch jährliche Einzahlungen und durch Zinsthesaurierungen kumulierte. In dem Ausweis der kurzfristigen Aktiva (103,7 Mio.€) sind als wesentliche Posten die Bestände an abrechenbaren Nebenkosten enthalten. Weiterhin auch die treuhänderisch verwalteten Kautionsguthaben unserer Mieter mit 36,7 Mio. €, deren Bilanzausweis in gleicher Höhe unter den Verbindlichkeiten aus Vermietung bzw. hier unter den sonstigen langfristigen Fremdmitteln erfolgt.

Der nominelle Anstieg des Eigenkapitals um 32,8 Mio. € auf fast 838 Mio. € resultiert aus der Rücklagenzuführung nach erhöhter Dividendenverwendung des vorjährigen Bilanzgewinns gemäß Gesellschafterbeschluss. Beim Fremdkapital für Investitionen steigt die Netto-Neuverschuldung des Konzerns gegenüber Banken und anderen Kreditgebern um 42,9 Mio. € auf 1.513 Mio. €. Einer Neuaufnahme (inkl. Kontokorrent) von 129,8 Mio. € standen dabei im Geschäftsjahr 2025 Regel- und Sondertilgungen von 86,9 Mio. € gegenüber. In den sonstigen langfristigen Fremdmitteln sind neben den Pensionsrückstellungen und den Mieterkautionen auch die passivisch abgegrenzten Zahlungseingänge der Bilanz enthalten und maßgeblich für die Steigerung um 6,5 Mio.€ ursächlich. Die künftigen, sukzessiven Einnahmen hieraus betreffen Belegungsrechte des Bundes mit Restlaufzeiten von 3-10 Jahren sowie gewährte Tilgungsverzichte zu öffentlichen Förderdarlehen für Bauprojekte, mit planmäßig 25-jähriger Auflösung. Auf die Steigerung der Position Kurzfristige Passiva um 2,1 Mio. € zum Jahresende haben sich, bei niedrigeren Steuerrückstellungen, abschließend gestiegene Bauleistungsverbindlichkeiten ausgewirkt.

Nicht nur absolut (+ 33,9 Mio. €), sondern auch in Relation zur Bilanzsumme hat sich unser bilanzielles Konzern-Eigenkapital (d.h. inklusive Bilanzgewinn) leicht verbessert, und zwar um 0,2 Punkte auf 34,4 %.

Ertragslage

Das Betriebsergebnis konnte mit einem Plus von 3,3 % gegenüber dem Vorjahr durch neue Mieterlöse aus Neubautätigkeit deutlich gesteigert werden. Das neutrale Ergebnis, das im Vorjahr 2024 noch höhere Einmaleffekte aus Entschädigungsleistungen aus ausgelaufenen Erbbaurechten beinhaltete, fiel im Berichtsjahr entsprechend vermindert aus und führte zu einem im Vorjahresvergleich geringeren Gesamtergebnis.

2025 2024 Veränderung  
  T€ T€ T€ %
Gesamtleistung 259.498 253.632 5.866 2,3
Betrieblicher Aufwand 178.351 175.060 3.291 1,9
Betriebsergebnis 81.147 78.572 2.575 3,3
Finanzergebnis -22.073 -21.128 -945 4,5
Neutrales Ergebnis 5.035 8.882 -3.847 -43,3
Steuern vom Ertrag -10.250 -10.032 -218 2,2
Konzernjahresergebnis 53.859 56.294 -2.435 -4,3
Ihre Gesamtleistung steigerte die Wohnbau-Gruppe um 5,9 Mio. € (bzw. 2,3 %) auf 259,5 Mio. €. Wesentlicher Faktor hierfür war der Anstieg der Sollmieten sämtlicher Verträge um 5,92 Mio. € bzw. 3,2 % auf 193,48 Mio. €. Neben den zusätzlichen Erlösen aus abgerechneten Nebenkosten sind in der gesamten Konzernleistung noch wesentlich die Wärmelieferungen der Heizwerke an Dritte mit 3,4 Mio. € (Vj. 4,4 Mio.€) enthalten.

Die leichte Erhöhung des gesamten betrieblichen Aufwands blieb mit einem Plus von 1,9 % unter der Entwicklung der Gesamtleistung. Größte Kostenpositionen unter den Aufwendungen sind weiterhin die der Hausbewirtschaftung: die Betriebs- und Heizkosten mit 57,3 Mio. € (-1,0 %) sowie die technischen Aufwendungen zur Modernisierung und Instandhaltung unserer Anlagen mit insgesamt 45,2 Mio. € (-2,9 %).

Weitere wesentliche Aufwandskomponenten der Gesellschaft im Betrieb sind die Abschreibungen auf das Anlagevermögen (39,2 Mio. €, + 1,4 Mio. €) und der Personalaufwand (22,7 Mio. €, +2,4 Mio. €). Die Kosten für allgemeine Verwaltung blieben mit einem Betrag von 7,5 Mio. € nahezu konstant.  

Das Finanzergebnis schwächte sich dagegen infolge des seit Anfang 2025 wieder steigenden Zinsniveaus leicht ab (von  -21,1 Mio. € auf knapp -22,1 Mio. €). Höhere Zinsbelastungen sind durch Ausweitung unseres Darlehensportfolios infolge unserer Neubautätigkeit begründet (bevor wir diese durch günstige Förderdarlehen ablösen können). Als positive Komponenten sind im Finanzergebnis die Zinserträge einer Kapitalanlage, aus Tagesgeldern und aus Diskontierung enthalten, in Summe mit 4,4 Mio. € (Vj. 4,1 Mio. €).

Nach einem überdurchschnittlich hohen Überschuss im Vorjahr endet das Neutrale Ergebnis 2025 um 3,8 Mio. € niedriger, mit einem Betrag von gut 5,0 Mio. €. Enthalten sind Entschädigungen für Gebäude mit ausgelaufenen Erbpachten i.H.v. 2,0 Mio. € (Vj.5,6 Mio. €), sowie mit 2,3 Mio.  € (Vj. 2,7 Mio. €) öffentliche Zuschüsse zur Förderung energetischer Verbesserungsmaßnahmen.

Die ausgewiesene Ertragssteuerbelastung berücksichtigt mit 10,2 Mio. € (Vj. 10,0 Mio. €) die voraussichtliche Körperschaft- und Gewerbebesteuerung unserer steuerlichen Organschaft mit der Wohnbau Service Bonn GmbH und der Wohnbau Service Nostro GmbH. Hierbei sind steuerbilanzielle Modifikationen (insbesondere höhere Abschreibungen) sowie gewerbesteuerliche Kürzungen für Mieterträge berücksichtigt. Per Saldo aktive latente Steuern des Konzerns werden nicht gebucht. Der im letzten Lagebericht prognostizierte erweiterte Jahresumsatz von 255,9 Mio. € wurde um 2,1 Mio. € leicht überschritten. Ursächlich sind im Wesentlichen saldiert erhöhte Erlöse aus Sollmieten und Wärmelieferungen. Der Jahresüberschuss verbesserte sich gegenüber der Vorjahresprognose von 51,8 Mio. € um 2,1 Mio. € auf 53,9 Mio. €, getragen von verminderten Verwaltungs- und Instandhaltungsaufwendungen (-0,6 Mio. €) sowie gegenüber Plan verbesserten neutralen Erträge (+1,3 Mio. €).