Ausblick

AUSBLICK

Der Jahreswirtschaftsbericht 2026 der Bundesregierung (Stand: Januar 2026) prognostizierte ursprünglich ein reales BIP-Wachstum von 1,0 % für das Jahr 2026. Aufgrund des weiter andauernden Konflikts im Nahen Osten hat die Bundesregierung diese Prognose nun auf 0,5 % halbiert. Die Inflationsrate steigt der Regierung zufolge auf 2,7 % und liegt damit klar über dem EZB-Zielwert von 2,0 %.

Der Arbeitsmarkt bleibt angespannt und die Arbeitslosenquote soll im Jahr 2026 auf einem Niveau von 6,3 % verharren. Angesichts der hohen Qualität des Immobilienbestands, der Absicherung des Zinsrisikos und niedrigen Leerstandsquoten sowie des erfolgten und geplanten Ausbaus des Wohnungsportfolios in urbanen Lagen sehen wir gleichwohl für die kommenden Jahre solide Marktperspektiven. Die anhaltend starke Nachfrage nach Mietwohnraum sowie ein anhaltender Anstieg der Mietpreise im Gesamtportfolio werden dabei als tragende Faktoren eingeschätzt.

Die Preise im Bausektor bleiben auf hohem Niveau und können durch die geopolitische Eskalation im Nahen Osten seit Februar 2026 noch verschärft werden. Die laufenden Neubauvorhaben der Firmengruppe sind über bestehende Verträge gegen Preissteigerungen abgesichert. Für technische Maßnahmen im Bestand – wie Wohnungsmodernisierungen und Instandhaltungen – stehen Rahmenverträge mit planbaren Konditionen zur Verfügung.

In enger Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung unserer Konzerngesellschaft Wohnbau Service Bonn GmbH werden fortlaufend weitere Digitalisierungspotenziale in der Verwaltungsarbeit identifiziert und in die bestehenden Arbeitsprozesse integriert.

Aufbauend auf den bereits eingeführten KI-gestützten Anwendungen verfolgt der Wohnbau Konzern eine strategische KI-Roadmap, die den Einsatz künstlicher Intelligenz systematisch auf weitere Geschäftsprozesse ausweiten soll. Ergänzend wird die Datenplattform Databricks evaluiert, um perspektivisch datengetriebene Analysen und Automatisierungen auf einer skalierbaren Grundlage zu ermöglichen.

Die Geschäftsentwicklung des Berichtsjahres wird insgesamt als nachhaltig stabil bewertet. Ziel ist es, auch in den kommenden Wirtschaftsjahren an die positiven Ergebnisse der Vorjahre anzuknüpfen. Neben einem um ca. 3 Mio. € erhöhten Instandhaltungs- und Modernisierungsbudget prognostiziert die Wohnbau-Gruppe auf Grundlage der im Februar fortgeschriebenen Wirtschaftspläne einen Anstieg der Sollmieten um ca. 7,1 Mio. € bzw. 3,7 % auf ein Gesamtvolumen von 200,6 Mio. €.
Insgesamt erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr 2026 bei einem Umsatz von 263,7 Mio. €, einen Konzernjahresüberschuss nach Steuern von 50,9 Mio. €. und damit eine weiterhin stabile Ertragslage.

Bonn, 11. Mai 2026

gez.
Dipl.-Ing. Jens Bräutigam
Geschäftsführer

gez.
Dipl.-Kfm. Matthias Schweizer
Geschäftsführer