Chancen

CHANCEN

Mit einer Wohneigentumsquote von 47 % liegt Deutschland nach wie vor deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 69 %. Besonders in Metropolregionen bleibt die Nachfrage nach Mietwohnungen hoch – bedingt durch das vielfältige Angebot an Arbeitsplätzen sowie Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten. Die Wohnbau-Gruppe verfolgt daher überwiegend eine auf wirtschaftsstarke Groß- und/oder Hochschulstädte ausgerichtete Investitionsstrategie.

Der Konzern agiert als klassischer Bestandshalter mit langfristigem Fokus. Mit einem Anteil von 98,8 % dominiert das Wohnsegment das Portfolio deutlich und bildet eine stabile Basis gegenüber den konjunkturabhängigeren Gewerbeeinheiten.

  • Investitionen erfolgen bevorzugt an bereits vorhandenen Standorten, um bestehende Verwaltungsstrukturen effizient zu nutzen. Die Vermietung von Wohnraum wird getragen von steigenden Haushaltszahlen und gleichzeitig niedrigen Wohneigentumsquoten in urbanen Zentren.
  • Öffentlich geförderte Neubauvorhaben bilden derzeit den wirtschaftlich tragfähigsten Weg zur Bestandserweiterung und bleiben daher ein strategischer Investitionsschwerpunkt der Gruppe. Gleichzeitig ermöglicht der Konzern auch Haushalten mit mittlerem oder niedrigem Einkommen den Zugang zu Wohnraum in zentralen Lagen und sichert sich nach Ablauf der Bindungsfristen attraktive Mietsteigerungspotenziale. Ergänzend wird das Wohnraumangebot durch gezielte Nachverdichtungsmaßnahmen – wie Lückenbebauungen, Dachgeschossausbauten und Aufstockungen auf eigenem Grundstück
    – kontinuierlich erweitert. Neuer Wohnraum entsteht so ohne zusätzlichen Flächenverbrauch und kostenintensive Erschließungsarbeiten. Rückenwind erhält diese Strategie durch die im Oktober 2025 in Kraft getretene Erweiterung des Baugesetzbuches (§ 246e BauGB), die Nachverdichtungsmaßnahmen in innerstädtischen Lagen erheblich erleichtert.
  • Die Unternehmensgruppe verfügt über eine breit diversifizierte Immobilienstruktur hinsichtlich Wohnungstypen, Baualter und Standorten. Mehr als 90 % des Wohnungsbestands entfallen auf Ballungsräume wie Hamburg, Berlin/Potsdam, Hannover/Braunschweig, Düsseldorf/Köln/Bonn, Frankfurt/Mainz, Stuttgart, Nürnberg/Erlangen und München. Ergänzend hält der Konzern Bestände in Hochschulstädten wie Münster, Kiel und Regensburg. An sämtlichen Standorten besteht strukturell eine hohe Nachfrage bei begrenztem Wohnraumangebot.
  • Die Wohnanlagen befinden sich dort überwiegend in innerstädtischen Lagen mit guter Infrastruktur und verlässlicher Versorgung. Zentrale Unternehmensfunktionen sind am Hauptsitz in Bonn gebündelt; die Niederlassungen in München, Erlangen und Berlin gewährleisten darüber hinaus eine effiziente Bewirtschaftung der regionalen Immobilienbestände.
  • Die gezielte regionale Präsenz in der Hausbewirtschaftung stärkt unsere marktspezifische Expertise. Die Wohnanlagenbetreuung durch konzerninterne Hausmeisterdienste gewährleistet eine sorgfältige Pflege der Immobilien und trägt so zur langfristigen Werterhaltung des Portfolios bei.
  • Ein strategisch ausgerichtetes Sanierungs- und Modernisierungsprogramm sichert die langfristige Werterhaltung des Bestands, verlängert die wirtschaftliche Lebensdauer der Immobilien und erhält deren Attraktivität für Mieter und Markt.
  • Die Wohnbau-Gruppe verfügt über eine solide Finanz- und Kapitalstruktur, die eine nachhaltige wirtschaftliche Stabilität gewährleistet. Auch nach umfangreichen Neuinvestitionen in den vergangenen Jahren bestehen weiterhin Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten für attraktive Ankaufsofferten.
  • Die Finanzierung basiert auf einer langfristig ausgerichteten Unternehmensstrategie und erfolgt über eine Vielzahl gestaffelter Darlehensvereinbarungen mit inländischen Finanzinstituten. Diese haben Laufzeiten von zehn Jahren oder mehr, wodurch Prolongationsrisiken minimiert werden. Die Fremdfinanzierung ist vollständig durch dingliche Sicherheiten gedeckt und erfolgt ausschließlich in Euro, sodass keine Währungsrisiken bestehen.i