Hausbewirtschaftung, Vermietung eigener Bestände
Die Sollmietenentwicklung des Berichtsjahres spiegelt die insgesamt positive Geschäftsentwicklung des Konzerns wider. Die Erweiterung des Wohnungsangebots, die kontinuierliche Überprüfung von Mieterhöhungspotenzialen im Bestand sowie marktgerechte Vertragsabschlüsse bei Neu- und Erstvermietungen trugen maßgeblich zu diesem Ergebnis bei. In der Summe stieg das Sollmietenaufkommen über alle Vermietungsarten hinweg um 5,92 Mio. € bzw. 3,2 % auf 193,48 Mio. € (Vorjahr: 187,55 Mio. €).
Der Anstieg des Sollmietenaufkommens setzt sich im Einzelnen aus folgenden Positionen zusammen:
| Zuwachs | Veränderung | |
| Mieterhöhungen im Bestand (gesamt) | + 4,78 | + 2,6 % |
| Auswirkungen Erstbezüge Neubau 2022/2025 | + 1,56 | + 0,8 % |
| Auswirkungen Bestandsankäufe 2022/2025 | - | - |
| Auswirkungen Verkäufe / Abgänge 2025 | - 0,42 | - 0,2 % |
| Gesamt | + 5,92 | + 3,2 % |
Die Bestandsmieterhöhungen trugen maßgeblich zum Sollmietenwachstum bei. Neuvermietungen generierten zusätzliche Jahreserlöse von 1,44 Mio. €. Modernisierungsmaßnahmen im Bestand, darunter energetische Sanierungen, Heizungserneuerungen und hydraulische Abgleiche, ermöglichten ebenfalls entsprechende Mieterhöhungen.
Zum Jahresende 2025 lag die durchschnittliche Bestandsmiete bei 10,55 €/m², was einem Anstieg von 2,2 % oder 0,23 €/m² im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Bei Erst- und Neuvermietungen wurde 2025 durchschnittlich ein Mietzins von 11,84 € je m² Wohnfläche erzielt, was einer Steigerung von 1,02 % gegenüber dem Vorjahr (11,72 €/m²) entspricht. Ohne Berücksichtigung von Erstvermietungen der mehrheitlich geförderten Neubauten lag die Neuvermietungsmiete bei 12,45 €/m².
Demgegenüber standen Sollmietenrückgänge durch das Auslaufen von Erbbaurechten in München und Würzburg (47 Wohneinheiten). Die nachstehende Übersicht zeigt die Entwicklung ausgewählter Kennzahlen der Hausbewirtschaftung im Jahresvergleich 2024/2025:
| Kennziffer | Jahr 2025 | Jahr 2024 |
| Ø-Wohnungsmiete (31. Dezember) |
10,55 €/m² | 10,32 €/m² |
| Fluktuation (zeitanteilig) |
6,83 % (1.397 Kündigungen) |
7,77 % (1.576 Kündigungen) |
| Leerstandsquote (31. Dezember) | 0,45 % | 0,42 % |
| Erlösschmälerungen (absolut) | 1,33 Mio. € | 1,39 Mio. € |
Sonstige Geschäftsfelder
Ein Teil des Umsatz- und Ergebnisvolumens entfiel auf die Wärmelieferungen der drei Heizwerke in Bonn, Koblenz und München. Einschließlich der Bestandsveränderungen erzielte diese Sparte im Berichtsjahr eine Leistung von 3.369 T€ auf Lieferungen an konzernexterne Dritte. Die in 2025 berücksichtigten staatlichen Förderungen nach dem Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz (EWPBG) wurden mit unserem Endantrag beim Bund und der Bestätigung durch eine Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft final abgeschlossen.
Der Betrieb war weitgehend störungsfrei und die Wärmeversorgung unserer Kunden jederzeit gewährleistet. Aufgrund der umgesetzten Maßnahmenpakete der Vorjahre standen in 2025 keine weiteren Instandhaltungstätigkeiten an. Im Rahmen des Wärmeplanungsgesetzes wurden für beide Wärmenetze Transformationspläne zur Einbindung regenerativer Energieerzeuger erstellt und beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingereicht.
Die Tochtersparte Verwaltung von Fremdeigentum erzielte noch einen Umsatz von 903 T€ (Vj. 1.592 T€). Der Teilumsatz aus der Komplettbetreuung des Gewerbeportfolios eines großen Mandanten betrug 780 T€ (Vj. 786 T€). Nachdem die WEG-Verwaltung zum Ende 2024 bis auf drei Gemeinschaften eingestellt worden war, beendeten wir – wegen fehlender Synergieeffekte – mit Ablauf des Geschäftsjahres 2025 auch die Fremdverwaltung mit der Ausnahme eines Kunden.
Die Tochtergesellschaft Wohnbau Service ist seit dem Geschäftsjahr 2021 in der gemeinsamen Quartiersentwicklung mit der VEBOWAG (Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG) als Erschließungsträgerin tätig. Nach der Hochbauphase im Vorjahr 2024, in der weitgehend die Erschließungstätigkeiten ruhten, wurden diese nach Fertigstellung im Endausbau wieder ausgedehnt.
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